Hat der § 35a EStG Auswirkungen auf die Heiz- und Betriebskostenabrechnung?
Nach § 35a EStG können Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen zu einer Steuerermäßigung führen. Aufgrund des Anwendungsschreibens des Bundesfinanzministeriums vom 03.11.2006 zu § 35a EStG sollen auch Mietende oder Wohnungseigentümer die auf sie entfallenden Arbeitskostenanteile steuerlich geltend machen können, wenn diese in der Jahresabrechnung gesondert ausgewiesen werden oder durch eine Bescheinigung der Verwaltung oder der/des Vermietenden nachgewiesen sind.
Zur Erfüllung der Anforderungen von Mietenden beziehungsweise zur steuerlichen Geltendmachung eigener Kostenanteile bei Wohnungseigentum können wir einen Ausweis der Arbeitskosten der haushaltsnahen Dienstleistungen/Handwerkerleistungen im Zusammenhang mit unserer Abrechnungserstellung für Sie durchführen. Für den Bereich der Heizkostenabrechnung sind dies beispielsweise Wartungs- und Schornsteinfegerkosten. Voraussetzung dafür ist, dass Sie uns diese Kosten aufgeteilt nach Arbeitskosten (Lohn- und Fahrtkosten) und Materialkosten auf den Ihnen zur Verfügung gestellten Kostenformularen angeben. Bitte beachten Sie dabei, dass Sie uns die jeweiligen Bruttokosten angeben, da die Ausweisung unter Berücksichtigung der jeweiligen Umsatzsteuer erfolgt.
Verknüpfung mit:
War dieser Beitrag hilfreich?
Beiträge in diesem Abschnitt
- Überblick Heiz- und Hausnebenkostenabrechnung
- Auf welcher rechtlichen Grundlage basiert die Heizkostenabrechnung?
- Der Verbrauch eines meiner Geräte wurde geschätzt. Welche Verfahren werden hier angewendet?
- Wie werden Hausnebenkosten verteilt?
- Wie werden die Betriebskosten verteilt?
- Hat der § 35a EStG Auswirkungen auf die Heiz- und Betriebskostenabrechnung?
- Wie können Hausnebenkosten auf Mietende umgelegt werden?
- Welche vertraglichen Vereinbarungen müssen Vermietende bezüglich der Umlage von Hausnebenkosten treffen?
- Bis wann müssen die Hausnebenkosten abgerechnet werden?